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 Die Hospizarbeit im Wohnstift Salzburg

Sterben und Tod ist ein Teil des Lebens, der besonders im Altenheim ständig präsent ist. In der Hospizarbeit geht es darum, den Menschen, die auf der letzten Wegstrecke ihres Lebens sind und ihren Angehörigen treuer Begleiter zu sein.

Unsere Arbeit zieht ihre Kraft letztlich aus dem christlichen Grundgedanken, dass Gottes Liebe zu uns ihre Auswirkung hat auf die Liebe und Hilfe zu den Menschen, die uns anvertraut sind. Dabei ist es unverzichtbar, die Würde des Menschen als geliebtes Geschöpf Gottes auf Erden zu wahren.

Viele Jahre lang haben ehrenamtliche Mitarbeiter der Sitzwachengruppe in unserem Haus Sterbenden Zeit, Zuwendung und Unterstützung geschenkt. In der letzten Zeit hat die Sterbebegleitung einen immer höheren Stellenwert gewonnen. Aus diesem Grunde wollen wir unsere Arbeit auf ein den neuen Erkenntnissen der Hospizbewegung entsprechendes Fundament stellen und unser Wirken in das Netz der Hospizarbeit in Bielefeld einfügen. Mit unserer Vortragsreihe im März 2006 haben wir unser Anliegen im Wohnstift Salzburg selbst und zugleich in seinem Umfeld bekannt gemacht.

Wir sind dankbar, dass sich Menschen bereit gefunden haben, sich in einem umfassenden Kurs auf ihre Mitarbeit in der Hospizgruppe vorzubereiten. Mit Frau Adelheid Rieffel steht uns eine engagierte und erfahrene Leiterin des Kurses zur Seite.

Eine gute pflegerische, medizinische, psychosoziale und seelsorgerische Fürsorge ist Grundlage für die Hospizarbeit. Die Arbeit der Hospizgruppe wird ein wesentlicher Baustein im bestehenden "Netzwerk Abschiedskultur" im Wohnstift Salzburg sein, in dem sich alle Bereiche des Hauses verpflichtet fühlen, Bewohnerinnen und Bewohnern wie auch ihren Angehörigen und Freunden in den Zeiten des Abschieds beizustehen.

Andrea Féaux de Lacroix, Pfarrerin im Wohnstift Salzburg

Ratschläge eines Sterbenden für seine Begleiter
Lass mich in den letzten Stunden meines Lebens nicht allein. Bleibe bei mir, wenn mich Zorn, Angst, Traurigkeit und Verzweiflung heimsuchen und hilf mir, zum Frieden hindurch zu gelangen. Denk nicht, wenn Du ratlos an meinem Bett sitzt, dass ich tot sei, ich höre alles was Du sagst, auch wenn meine Augen gebrochen scheinen.

Darum sage jetzt nicht irgend etwas, sondern das Richtige. Das Richtige wäre, mir etwas zu sagen, was es mir nicht schwerer, sondern leichter macht mich zu trennen. So vieles, fast alles, ist jetzt nicht mehr so wichtig. Ich höre, obwohl ich schweigen muss und nun auch schweigen will. Halte meine Hand. Ich will es mit der Hand sagen. Wische mir den Schweiß von der Stirn. Streiche mir die Decke glatt. Wenn nur noch Zeichen sprechen können, so lass sie sprechen. Dann wird auch das Wort zum Zeichen. Und ich wünsche mir, das Du beten kannst. Klage nicht an, es gibt keinen Grund. Sage Dank. Du sollst von mir wissen, dass ich der Auferstehung näher bin als Du selbst. Lass mein Sterben dein Gewissen sein. Lebe fortan etwas bewusster. Es wird schöner, reifer, tiefer, inniger und freudiger sein, als es zuvor war, vor meiner letzten Stunde, die meine Erste ist.